Bitte helft den wilden Vögeln

Ganzjahresfütterung ja oder nein?

 

NEIN! Entgegen allen möglichen tollen Werbeflyern ist eine Ganzjahresfütterung, zumindest mit Körnern, sehr umstritten. Vor allem in der Zeit der Jungenfütterung kann sie zum Tod der Jungvögel führen. In dieser Jahreszeit gibt es in der gesamten Natur keine Körner, die Pflanzen wachsen erst wieder, haben Blüten, Nektar und viele Insekten sind an den Pflanzen, also ausschließlich Weichfutter. Füttern die Vogeleltern die Jungen mit Körnern, so sind ihre Mägen dazu nicht ausgelegt und die Jungvögel können daran sterben. Denkt bitte selber nach und informiert euch und glaubt nicht der Werbung. Es geht da nur um Konsum!

 

Gern könnt ihr Haferflocken kochen oder Rosinen einweichen o.ä. und diese dann als Vogelfutter anbieten.

 

Vergesst aber bitte nicht, den Vögeln ganzjährig Wasser hinzustellen!

Winterfütterung - ein paar Ideen 

Katzen-Kino

Um Geld zu sparen und auch um zu wissen, was ich da eigentlich füttere, befülle ich seit Jahren die Futternetze für die Wildvögel selbst und bereite auch eigenständig die Futtermischungen zu. Das ist zwar aufwendiger, als man alles im Laden kauft, aber es rechnet sich wirklich.

Ich habe lange recherchiert und endlich Netzgitter zum Befüllen gefunden, welches als Rolle gekauft werden kann (die gelbe Rolle im Foto). Es sind eigentlich Netze, die Rohre schützen sollen. Dieses Netz kann man selbst zuschneiden und es eignet sich hervorragend zum Befüllen mit Vogelfutter. Auch ist es richtig stabil und ich verwende es seit Jahren. 

Hier hatte ich damals den gelben Netzgitterschlauch gekauft, sicher gibt es noch andere Anbieter: https://netzsave.de/produkte/netzschlaeuche/ 

Zugegeben, man muss 100m nehmen, eine Rolle eben. Die hat mich 2014 genau 47,84 EUR gekostet, ganz schön teuer. Aber wenn man sich mit Freunden oder Nachbarn zusammentut, dann ist das kein Problem. Wenn man die Dinger gefüllt im Handel kauft, dann zahlt man inklusive des Futters fast das 20fache (!), das rechnet nur niemand aus. Und die Dinger halten viele Jahre.

Unterschätze die Länge der Netze nicht, die du brauchst, denn ab und zu gehen dann doch mal durch größere Vögel einige der Netze kaputt. Und sie werden ja auch nicht schlecht, wenn man sie aufhebt. Also 10m solltest Du mindestens behalten. Ich habe die Enden mit Angelschnur zugebunden und fülle die Netze immer auf Vorrat, so brauche ich sie dann nur zu tauschen - leere gegen volle Netze. So hat man weniger Aufwand, falls du Lagermöglichkeiten hast.

 

Die gelbe Rolle

Auch eignet sich eine große, abgeschnittene und umgedrehte Wasserflasche hervorragend zum Befüllen. Man stülpt das Netz darüber, füllt das Futter durch die Flasche in die Netze rein und dann zieht man einfach die Flasche ab. Sonst ist das ziemlich umständlich, da die Netze sich ja zusammenziehen. 

Die Netze kann man mit kleinen Haken versehen und direkt an Zweige hängen oder in Futtergefäße füllen. Ich bevorzuge die Futtergefäße, so haben die Vögel eine Möglichkeit, sich festzuhalten.

Ich habe im Bastelladen kleine Strohhüte gekauft, die ich dann oben an den Futtergefäßen anbringe, als Schutz sozusagen vor Regen und Schnee. Das sieht sehr hübsch aus und auch diese Hüte halten Jahre, wenn man sie mit Lack besprüht (Haarlack genügt). Zugegeben ist das nicht sehr natürlich, aber die Vögel interessieren sich für die Hüte überhaupt nicht. Oder man bastelt sich aus Tannenzweigen ein kleines Dach. 

 

Hier ist also mein Rezept für die Futtermischungen:

Die Futtermischung kann man übrigens auch in Tannenzapfen drücken oder Ausstechbackformen damit füllen und an die Zweige hängen. Das sieht gerade um die Weihnachtszeit sehr hübsch aus. Da mache ich dann rein, was übrig ist. 

Für die Netze nehme ich ausschließlich:

halbe Erdnüsse (Futter-Erdnüsse über den Versandhandel),

Leinsamen

getrocknete Mehlwürmer

andere Sämereien (Hanfsamen usw.) und

getrocknete Beeren, falls ich welche habe.

Meist gibt es sie als offenes Futter für Nager oder Vögel zum Abwiegen (bei Fressnapf, Zoo&Co, Hornbach z.B.). Ich habe auch Rosinen schon reingetan, aber die blieben drin liegen. Vermutlich weil die Amseln & Co nicht an die Netze fliegen und vom Boden fressen. Als Bindemittel verwende ich ausschließlich Kokosfett. Es wird gern genommen und es ist auch fester von der Konsistenz und hält daher besser.

Füllt man ausschließlich halbe oder ganze Erdnüsse rein, dann kann man auf das Kokosfett verzichten, dann benötigt man gar nichts und kann die Nüsse einfach so einfüllen, sie halten auch so. Erdnuss-Bruch ist zu klein und fällt heraus.

Als Streufutter für das Vogelhaus nehme ich:

Sonnenblumenkerne (geschälte kosten meist genauso viel wie die anderen)

Haferflocken,

Apfelstückchen,

Vogelbeeren (Eberesche) und ebenfalls

halbe Erdnüsse oder Erdnussbruch (gibt’s als Futter-Erdnüsse bei Amazon).

 

Das Futter streue ich dann auch auf den Boden plus Futterrosinen (sind ungeschwefelt),, da es viele Vögel gibt, die lieber unten fressen, als im Vogelhaus (Grünfinken, Erlenzeisige, Rotkehlchen, Amseln usw.)

Sehr gern werden auch Walnüsse genommen. Wir haben Freunde, die einen Walnussbaum haben, dessen Nüsse aber nicht schmecken. Da bekommen wir dann immer einen Eimer voll. Die lege ich zwischen 2 alte Handtücher und schlage mit dem Hammer darauf, bis sie kaputt sind. Das kann man dann auch in einen Korb tun und rausstellen. Die Vögel picken alles säuberlich aus, es bleiben wirklich nur die Schalen übrig.

Wenige wissen, wieviel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß. 

Werner Heisenberg (Physiker und Nobelpreisträger)

Letztes Update: 13.01.2024

Ich bin Mitglied im Meißner Tierschutzvereins e.V. und unterstütze ehrenamtlich unser Tierheim Gröbern

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